Die Studie beleuchtet die bislang wenig beachtete Rolle von Bischof Alois Muench als erster päpstlicher Nuntius in der Bundesrepublik Deutschland ab 1949. Während er anfangs vor allem praktische Hilfe für die deutsche Bevölkerung organisierte, weitete sich sein Aufgabenbereich bald aus. Neben diplomatischen und politischen Aufgaben übernahm Muench auch die Überwachung von Glaubensfragen – eng abgestimmt mit dem Vatikan. Besonders kritisch sah er eine zunehmende Gleichgültigkeit gegenüber religiösen Themen in Deutschland. Deshalb engagierte er sich dafür, kirchliche Lehren zu schützen und wirkte an disziplinarischen Maßnahmen gegen theologisch umstrittene Autoren mit.
Autor: Dominik Heringer
Artikel in: : Revue d’histoire ecclésiastique (vol. 119/1–2, 2024), 127–157.