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Die Frage nach der Verantwortung für das Leben wird in der Vorlesung zunächst mit Überlegungen zu drei Aspekten beginnen, die die Grundlage für die Beschäftigung mit den sich anschließenden Problemfeldern bilden: In welche gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Wertvorstellungen hinein muss eine theologische Ethik heute ihr Anliegen plausibel und kommunikabel machen? Wie wird „Leben“ betrachtet – allgemein in der gegenwärtigen Gesellschaft und dezidiert unter christlicher Perspektive? Und: Welches Menschenbild liegt einer Auseinandersetzung über das Leben zugrunde?
Vor dem Hintergrund dieser Antworten wird dann die Auseinandersetzung mit Themen wie Schwangerschaftsabbruch, Organtransplantation oder auch Sterbehilfe stattfinden. Wie kann die theologische Ethik den Menschen helfen, bei diesen Herausforderungen zu verantworteten Haltungen und Entscheidungen zu kommen? Welche Möglichkeiten und Grenzen im Kontext des medizinischen Handelns lassen sich benennen – darf und muss alles getan werden, was machbar ist? Was bildet das Maß für dieses Handeln?
M 20 Vertiefung in Moraltheologie und Christliche Sozialwissenschaft
Dienstags, 9:00 - 11:00
Modulprüfung (mündlich und schriftlich)
Medien sind in der heutigen postmodernen Gesellschaft zu einem festen Bestandteil des Alltags geworden. Einerseits erleichtern sie z.B. die Kommunikation und ermöglichen einen schnellen Zugang zu Informationen, andererseits beinhaltet ihre Nutzung zum Teil auch ungewollte „Nebenwirkungen“, wie die unbeabsichtigt hinterlassene Datenspur oder das Phänomen des „Cybermobbings“.
Die Vorlesung wird – vor dem Hintergrund einer Einführung in das Fach und exemplarisch ausgewählten Kernbegriffen – diese Ambivalenz hinsichtlich der Chancen und Risiken aus individualethischer Perspektive aufgreifen, die Veränderungen einer medial vermittelten Kommunikationskultur betrachten und Elemente (medien)ethischer Argumentation in einem gemeinsamen Diskurs reflektieren.
M 4 Digitalisierung (als Aufgabe von Theologie in Kirche und Welt)
Donnerstags, 9:00 - 11:00
Modulprüfung
Die Vorlesung, die zum Bereich der Fundamentalmoraltheologie gehört, befasst sich in einem ersten Teil mit strukturellen und inhaltlichen ethischen Rahmenbedingungen und Argumentationsstrukturen (Normen, Modelle ethischer Argumentation, das Gesetz Gottes als Anspruch an den Menschen), die das ethische Handeln orientieren. Diesem Handeln wird im zweiten Teil der Vorlesung dann konkret nachgegangen: Welche Elemente lassen sich benennen, die für die Bewertung ethischen Handelns relevant sind und welche „Handlungsklassen“ sind zu differenzieren. – Diese grundsätzlichen Bestimmungen ethischen Handelns werden für die aktuellen Handlungsherausforderungen einer multioptionalen Gesellschaft reflektiert.
M 12 Christliches Handeln in der Verantwortung für die Welt
mittwochs, 9:15 - 11:00
Modulprüfung (mündlich)
Im Kontext einer postmodernen Gesellschaft eröffnet sich für den Einzelnen und für Paare ein weites Feld von Möglichkeiten, Beziehungen und Sexualität zu gestalten. Eine zentrale Größe für eine gelingende Gestaltung ist die personale Identität, deren Entwicklung zum einen eine lebenslange Herausforderung bildet, zum anderen das unverzichtbare Fundament zur Balancierung von Nähe und Distanz für jede Form von Beziehung darstellt. Die Vorlesung greift Elemente gegenwärtiger Lebenswirklichkeit auf, um ein heutiges Verständnis von Sexualität und (Paar)Beziehung in den Blick nehmen zu können, geht der Frage der Identitätsentwicklung nach, thematisiert Facetten von Sexualität und reflektiert Ehe als prozesshaftes Geschehen im Horizont theologischer und soziologischer Aspekte.
M 20 Vertiefung Moraltheologie und Christliche Sozialwissenschaft
montags, 13:30 - 15:00
Modulprüfung (mündlich und schriftlich)