20
Das Fach Neues Testament beschäftigt sich mit den Schriften des zweiten Teils der christlichen Bibel. Es umfasst die historische, literarische und theologische Analyse der Evangelien, der Apostelgeschichte, der Briefe und der Offenbarung des Johannes. Im Mittelpunkt stehen die Entstehungskontexte, die theologische Botschaft sowie die Wirkungsgeschichte der Texte. Methoden der Exegese, Sprach- und Textkritik sowie die historische Einordnung spielen eine zentrale Rolle. Das Fach bietet somit eine fundierte wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Grundlagen des christlichen Glaubens.
Den Juden ist das Kreuz Jesu ein Ärgernis, den Heiden eine Torheit, stellt der Apostel Paulus fest (vgl. 1 Kor 1,23). Was bedeutet es für die Christen? Das Neue Testament zeigt, wie die Christen von Anfang an um das richtige Verständnis des Todes Jesu gerungen haben. In diesem Seminar geht es darum, die unterschiedlichen Deutungen des Kreuzestodes Jesu in den neutestamentlichen Schriften von ihren Ursprüngen her kennen und verstehen zu lernen. Überdies soll auch ein Blick auf die Wirkungsgeschichte das Bewusstsein dafür schärfen, dass jeder Versuch einer Übersetzung der biblischen Aussagen in einen neuen Kontext hinein vor der Herausforderung steht, den vollen Gehalt der biblischen Botschaft auszuschöpfen.
M 15a / 23b
donnerstags, 10:30-12:00 Uhr
Anmeldung bis zum 11.04.2025 im CampusNet.
Wer sachkundig und angemessen beim Thema „Kirche“ mitreden will, muss mit den geschichtlichen und theologischen Ursprüngen und Zusammenhängen, wie sie die Schriften des Neuen Testaments widerspiegeln, vertraut sein. Diese Vorlesung zeichnet einen Entwurf neutestamentlicher Ekklesiologie, indem sie, ausgehend von einem Einblick in die Vielfalt der neutestamentlichen Überlieferungen zum Thema „Kirche“, bestimmte Aspekte aus den folgenden Themenfeldern tiefer ausleuchtet: die Reich-Gottes-Verkündigung Jesu, die ekklesiologischen Bilder der Paulusbriefe, sowie die Lebenssituation der christlichen Gemeinden am Ende des ersten Jahrhunderts.
M 10 (neu)
dienstags, 14.00–15:45 Uhr
Das Neue Testament baut auf den Gotteserfahrungen Israels und auf dem Bekenntnis zu dem einen Gott auf. Diese Vorlesung beleuchtet vor dem Hintergrund des AT und angesichts der Entwicklung der Gottesvorstellungen in den frühjüdischen Schriften das neutestamentliche Zeugnis von Gott und betrachtet verschiedene Aspekte der neutestamentlichen Gottesbilder, wie sie in der Verkündigung Jesu und in der Reflexion der ersten Christen auf die Offenbarung Gottes in Jesu Tod und Auferstehung aufscheinen. Auf dieser Grundlage soll auch die Relevanz der neutestamentlichen Gottesbilder für die gegenwärtige Theologie bedacht werden.
M 7
donnerstags, 12.15–13 Uhr